Richtig niesen und schnäuzen


Wohin mit den Erkältungskeimen?
Richtig niesen und schnäuzen

Ob aus Schamgefühl oder aus Rücksicht auf die Mitmenschen: Viele Erkältete unterdrücken in der Öffentlichkeit ihren Niesreiz oder vermeiden es, sich zu schnäuzen. Doch wie gesund ist das?

Wer einen aufkommenden Niesreiz unterdrücken will, indem er seine Nase zuhält, tut sich keinen Gefallen: Durch den entstehenden Überdruck im Kopf drohen Äderchen und schlimmstenfalls das Trommelfell im Ohr zu platzen. Am besten niesen Erkältete in ein Taschentuch, alternativ in die Armbeuge, um die Mitmenschen vor einer Tröpfcheninfektion zu bewahren.

Bei Schnupfen nicht zu stark schnäuzen

Auch beim Schnupfen ist es sinnvoll, die Keime aus der verstopften Nase heraus zu befördern. Durch ständiges Hochziehen gelangen die Erreger womöglich von der Nase in den Rachen und unter Umständen in die Atemwege, was eine akute Bronchitis zur Folge haben könnte. Damit Sekret und Keime nicht durch zu starken Druck in die Nasenhöhlen gelangen, gilt auch beim Schnäuzen Vorsicht. Wolfgang Wagner von der KKH Kaufmännische Krankenkasse empfiehlt folgende Methode: „Vorsichtig in ein Papiertaschentuch schnäuzen, am besten beide Nasenlöcher getrennt und dabei nicht zu heftig schnauben.“ Das benutzte Taschentuch sollten Erkältete direkt im Anschluss entsorgen.

Erkältung von vornherein vermeiden

Am besten lässt man es gar nicht erst zu einer Erkältung kommen. Ansteckungsgefahr droht vor allem durch Türklinken, Treppengeländer und Haltegriffe in Bussen und Bahnen. Diese sollte man, wenn möglich, nicht anfassen oder sich anschließend gründlich die Hände waschen, ohne sich davor ins Gesicht zu fassen.

Quelle: KKH

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